Was ist eine Tropfleiste?
Eine Tropfleiste (auch Tropfkante oder Tropfnase) ist ein vorstehendes Profil, eine Leiste oder eine Nut, die dafür sorgt, dass Regenwasser nicht entlang der Fassade oder eines Bauteils nach unten oder innen läuft. Das Wasser fällt unter der Leiste ab, ohne die darunterliegende Konstruktion zu benetzen.
Wie funktioniert eine Tropfleiste?
Wasser neigt durch Oberflächenspannung dazu, entlang glatter Oberflächen weiterzulaufen. Eine Tropfleiste unterbricht diese kapillare Wirkung. Das Wasser sammelt sich an der Unterseite der Leiste und tropft ab, statt die Fassade oder Wand zu verschmutzen oder zu durchfeuchten.
Die Leiste kann zwei Formen haben:
- Vorstehende Leiste — eine physische, hervorstehende Kante
- Tropfnut — eine gefräste Nut oder Kerbe an der Unterseite
Anwendung
Tropfleisten findet man bei:
- Fensterbänken — leiten Wasser von Türen und Fenstern ab
- Kranzgesimse — als Abschluss einer Fassade
- Fensterstürze — um Fassadenverschmutzung unter Fenstern zu vermeiden
- Balkonkanten — um Wasser von der Fassade fernzuhalten
- Schornsteinabdeckungen — über Mauerköpfen
- Gesimsbänder — horizontale Profile in Ziegelfassaden
Materialien
- Naturstein — Granit, Hartstein, oft bei repräsentativen Fassaden
- Beton — bei Betonfensterbänken und Tropfsteinen
- Zink, Blei oder Aluminium — als Abdeckblech
- Kunststoff- oder Aluprofile — bei modernen Fensterrahmen
- Holz — bei Holzfenstern, oft mit gefräster Tropfnut
Detail
Eine gute Tropfleiste steht mindestens 30–50 mm von der Fassade hervor und hat an der Unterseite eine scharfe Kante oder Nut. Eine Leiste ohne Tropfnut führt langfristig zu Undichtigkeiten und Verschmutzung.
Verwandte Begriffe
- Tropfkante
- Fensterbank
- Kranzgesims
- Tropfnase
- Wassersperre
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