Ein Heizkörper (auch Radiator) ist ein Bauteil der Heizungsanlage, das in den zu beheizenden Räumen installiert ist und die im Heizwasser gespeicherte Wärme über Strahlung und Konvektion an die Raumluft abgibt. Er stellt das sichtbare Element der Heizungsanlage dar und beeinflusst sowohl den thermischen Komfort als auch die Raumgestaltung.
Anwendung
Heizkörper sind das am weitesten verbreitete Wärmeabgabesystem in Gebäuden. Sie werden an der Wand montiert, meist unter Fenstern, wo sie die einfallende Kaltluft erwärmen und so Zugerscheinungen verhindern. Das warme Heizwasser durchströmt den Heizkörper, gibt seine Wärme über die Oberfläche ab und wird abgekühlt zum Heizkessel zurückgeführt.
Es werden verschiedene Bauarten unterschieden. Gliederheizkörper bestehen aus einzelnen gegossenen Gliedern, die zu einer Einheit verbunden werden. Sie waren im 19. und frühen 20. Jahrhundert Standard und sind heute vor allem in Altbauten zu finden. Plattenheizkörper (Flachheizkörper) sind die heute gebräuchlichste Form. Sie bestehen aus profilierten Stahlplatten und optional zusätzlichen Konvektionsblechen. Je nach Anzahl der Platten und Bleche werden sie als Typ 10, 11, 21, 22 oder 33 bezeichnet.
Röhrenheizkörper, auch als Handtuchheizkörper oder Designheizkörper bekannt, bestehen aus horizontalen oder vertikalen Rohren und bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Sie finden besonders in Badezimmern Verwendung. Konvektoren sind eine Sonderbauform, bei der die Wärmeabgabe vorwiegend über Konvektion stattfindet. Sie können als Unterflurkonvektoren in den Boden eingelassen werden.
Die Dimensionierung von Heizkörpern erfolgt auf Basis der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Dabei werden Raumgröße, Dämmstandard, Fensterflächen und Ausrichtung berücksichtigt.
Verwandte Begriffe
- Heizkessel
- Fußbodenheizung
- Heizlastberechnung
- Thermostatventil
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