Eine Kippbrücke ist eine bewegliche Brücke, die sich öffnet, indem sie um eine horizontale Achse dreht, die senkrecht zur Fahrtrichtung des Wassers steht. Das Brückendeck kippt dabei als Ganzes hoch oder zur Seite, sodass Raum für die Schifffahrt entsteht. Die Kippbrücke ist eine Variante innerhalb der Familie der beweglichen Brücken.
Wie funktioniert eine Kippbrücke?
Bei den meisten beweglichen Brücken liegt die Drehachse parallel zum Wasser (wie bei einer Klappbrücke, die nach oben klappt). Das Besondere an der Kippbrücke ist, dass die Drehachse gerade senkrecht zur Wasserstraße steht. Das Deck kippt dadurch um diese Achse, statt gerade nach oben zu klappen. Oft sorgt ein Gegengewicht oder ein hydraulisches System für die Bewegung.
Anwendung
Kippbrücken werden verwendet, um:
- Der Schifffahrt Durchfahrt zu gewähren über Wasserstraßen, Kanäle und Häfen
- Eine auffällige, architektonische Lösung zu bieten; durch ihre ungewöhnliche Bewegungsform sind sie manchmal ein Wahrzeichen
Bekannte Beispiele sind die Gateshead Millennium Bridge in England und die Scheepsdalebrug in Brügge.
Verwandte Brückentypen
Die Kippbrücke gehört zu den beweglichen Brücken. Der Unterschied zwischen den Typen liegt vor allem in Lage und Richtung der Drehachse:
- Klappbrücke — Drehachse parallel zum Wasser, Deck klappt hoch
- Zugbrücke — Deck wird mit Ketten hochgezogen
- Drehbrücke — Deck dreht horizontal zur Seite
- Rollbrücke — Deck rollt oder schiebt horizontal weg
Verwandte Begriffe
- Bewegliche Brücke
- Klappbrücke
- Zugbrücke
- Drehbrücke
- Brücke
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