Ein Bauhub ist ein logistischer Umschlagplatz in der Nähe einer Baustelle, an dem Baumaterialien gesammelt, gebündelt und zum richtigen Zeitpunkt zur Baustelle transportiert werden. Das Ziel ist es, die Zahl der Transportbewegungen zu verringern, die Baustelle effizienter zu gestalten und die Belastung für die Umgebung zu minimieren.
Wie funktioniert ein Bauhub?
Das Prinzip ähnelt einem Logistikzentrum:
- Lieferanten liefern Materialien am Hub an statt direkt auf der Baustelle
- Bündelung — Materialien verschiedener Lieferanten werden in einer Lieferung kombiniert
- Just-in-Time — Materialien gehen erst zur Baustelle, wenn sie tatsächlich benötigt werden
- Rücklogistik — Abfälle und leere Verpackungen gehen über den Hub zurück
Anwendung
Bauhubs werden zunehmend eingesetzt, besonders in städtischen Gebieten:
- Innerstädtische Projekte — wo der Platz auf der Baustelle begrenzt ist
- Große Wohnbauprojekte — mit vielen verschiedenen Nachunternehmern und Lieferanten
- Emissionsfreie Zonen — wo Kommunen emissionsfreies Bauen fordern
- Infrastrukturprojekte — bei Straßenbauarbeiten mit eingeschränkter Erreichbarkeit
Vorteile
- Weniger Verkehr — bis zu 70 % weniger Lkw-Bewegungen zur Baustelle
- Weniger Belästigung — weniger Lärm, Abgase und Parkdruck im Quartier
- Effizientere Baustelle — keine wartenden Lkws oder überfülltes Baugelände
- Nachhaltiger — Möglichkeit für Elektrotransport auf der letzten Meile
Verwandte Begriffe
- Baustelle
- Bauprozess
- Nachhaltiges Bauen
- Fertigbau
- Baustellensicherheit
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