Ein Keil ist ein keilförmiges Stück Material — meist Holz, manchmal Kunststoff oder Metall — das an einer Seite dünn und an der anderen dick ist. Durch Weiter- oder Zurückschieben des Keils ändert sich die wirksame Dicke, womit man Bauteile auf Höhe stellen, festsetzen oder Spiel ausgleichen kann.
Funktionsweise
Die Keilform setzt eine kleine Längsverschiebung in eine feine Änderung von Dicke oder Höhe um. Das macht den Keil zu einem einfachen, aber genauen Ausrichtmittel:
- Ausrichten — Rahmen, Türen, Bodenplatten und Möbel waagerecht und auf die richtige Höhe bringen
- Klemmen — zwei Teile aneinander oder fest in eine Aussparung setzen
- Spiel ausgleichen — Spalte zwischen Teilen füllen, sodass keine Bewegung entsteht
Oft werden Keile paarweise (gegeneinander) verwendet, sodass die Oberkante eben bleibt, während man die Höhe fein einstellt.
Anwendung
- Türen und Zargen setzen — Ausrichtkeile zwischen Zarge und Laibung
- Böden und Schwellen — eben und waagerecht ausrichten
- Montagearbeiten — vorübergehendes Klemmen oder Abstützen während der Montage
Zu beachten
- Säge überstehende Keile nach dem Festsetzen sauber ab
- Verwende bei belasteten oder dauerhaften Situationen langlebige Keile (Kunststoff oder Hartholz), die nicht faulen oder sich setzen
- Fülle den Raum nach dem Ausrichten bei Bedarf mit (PU-)Schaum oder Mörtel, damit die Last nicht allein auf den Keilen ruht
Verwandte Begriffe
- Dübel
- Holzverbindungen
- Zapfenverbindung
- Treibdorn
- Wasserwaage
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