Ein Fassadenelement ist ein vorgefertigtes, komplettes Fassadenbauteil, das in der Fabrik hergestellt und als Ganzes auf der Baustelle montiert wird. Ein solches Element enthält meist bereits den Rahmen, die Verglasung, die Dämmung und die Außenoberfläche, sodass die Fassade schnell und maßgenau geschlossen werden kann.
Anwendung
Fassadenelemente werden häufig im größeren Zweckbau wie Bürogebäuden, Schulen und Wohnanlagen eingesetzt. Bei einer Vorhangfassade (Curtainwall) wird die komplette Außenhülle aus solchen Elementen aufgebaut und vor das Tragwerk gehängt. Da die Elemente in einer klimatisierten Fabrik kontrolliert gefertigt werden, ist die Qualität konstant und die Maßabweichungen sind gering. Auf der Baustelle werden sie mit einem Kran gesetzt und an der tragenden Konstruktion (Stahl oder Beton) befestigt.
Merkmale
Der große Vorteil ist die Geschwindigkeit: Eine Fassade kann in kurzer Zeit wind- und wasserdicht geschlossen werden, was die Bauzeit verkürzt. Da wenig auf der Baustelle nachgearbeitet wird, gibt es weniger Fehler und weniger Wetterabhängigkeit. Zu beachten sind eine genaue Bemaßung, gute Anschlussdetails zwischen den Elementen (mit Dehnfuge zur Ausdehnung) sowie Luft- und Wasserdichtheit der Fugen. Die Elemente werden früh im Prozess bestellt und entworfen.
Verwandte Begriffe
- fassade
- fensterrahmen
- vorhangfassade
- verglasung
- dämmung
- dehnfuge
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