Porenbeton (auch Gasbeton oder autoklavierter Porenbeton, AAC, genannt) ist ein leichter Baustoff aus Zement, Kite, Sand und Wasser, dem durch Zugabe eines Treibmittels (Aluminiumpaste) Millionen kleiner Luftbläschen erzeugt werden, die dem Material seine charakteristische Zellstruktur verleihen.
Zusammensetzung und Herstellung
Porenbeton wird hergestellt, indem eine Mischung aus fein gemahlenem Quarzsand, Zite, Kalk und Wasser mit einer geringen Menge Aluminiumpaste versetzt wird. Das Aluminium reagiert mit dem Kalk und bildet Wasserstoffgas, das Millionen mikroskopisch kleiner Luftbläschen in der Masse erzeugt.
Nach dem Aufgehen wird die Rohmasse in die gewünschten Formen geschnitten und anschließend autoklaviert: Das Material wird unter hohem Druck und hoher Temperatur (etwa 190 °C) in Dampf ausgehärtet. Dieser Prozess verleiht dem Porenbeton seine endgültige Festigkeit und Dimensionsstabilität.
Das Ergebnis ist ein Material mit sehr geringer Dichte (400-700 kg/m3) im Vergleich zu normalem Beton (ca. 2400 kg/m3).
Eigenschaften
- Geringes Gewicht: vier- bis sechsmal leichter als Normalbeton
- Wärmedämmung: guter Dämmwert durch die eingeschlossenen Luftzellen
- Brandschutz: nicht brennbar und hitzebeständig
- Bearbeitbarkeit: leicht zu sägen, bohren und fräsen mit Standardwerkzeugen
- Maßhaltigkeit: minimales Schwinden nach dem Autoklavieren
Anwendung
Porenbeton wird sowohl im Wohnungsbau als auch im Gewerbebau vielseitig eingesetzt. Das Material ist als Plansteine, Platten und Stürze erhältlich. Porenbetonplansteine werden häufig für Innen- und Außenwände verwendet. Bewehrte Porenbetonplatten dienen als Decken- und Dachelemente. Aufgrund seines geringen Gewichts eignet sich Porenbeton besonders für Aufstockungen auf bestehenden Gebäuden und für Situationen, in denen die Tragkonstruktion nur begrenzt belastet werden darf.
Verwandte Begriffe
- Gasbeton
- Leichtbeton
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