Was ist ein Diagonalmass?
Das Diagonalmass ist die diagonale Messung eines Rechtecks, gemessen von Ecke zu Ecke. Durch das Messen beider Diagonalen und deren Vergleich pruft man, ob eine Konstruktion rechtwinklig (90°) ist. Sind beide Diagonalen exakt gleich, ist das Rechteck rechtwinklig. Weicht das Mass ab, steht die Konstruktion schief.
Wie funktioniert es?
Bei jeder rechteckigen Konstruktion (Fundament, Boden, Rahmen, Fensterrahmen):
- Diagonale A messen (links oben nach rechts unten)
- Diagonale B messen (rechts oben nach links unten)
- A = B — die Konstruktion ist rechtwinklig
- A ungleich B — die Konstruktion steht schief, korrigieren
Wann pruft man das Diagonalmass?
- Fundament abstecken — Bevor man mit dem Graben oder Giessen beginnt
- Schalung — Vor dem Giessen einer Betonplatte
- Holzrahmenbau — Beim Aufstellen der Wande
- Terrasse — Beim Verlegen des Rahmens
- Fensterrahmen — Nach dem Stellen, vor dem Befestigen
- Gartenhaus/Schuppen — In jeder Phase des Aufbaus
Welche Abweichung ist akzeptabel?
- Fundament/Betonplatte: maximal 5 mm Unterschied
- Holzrahmenbau: maximal 3-5 mm
- Mobel/Fensterrahmen: maximal 1-2 mm
3-4-5-Methode
Wenn man keine Diagonale messen kann (zu gross, Hindernisse), kann man mit der 3-4-5-Methode einen rechten Winkel abstecken:
- 3 Meter entlang der einen Seite messen
- 4 Meter entlang der anderen Seite messen
- Die Diagonale muss genau 5 Meter betragen — dann ist der Winkel 90°
Das funktioniert auch mit Vielfachen: 6-8-10, 9-12-15 usw.
Verwandte Begriffe
- Wasserwaage
- Lot
- Punktfundament
- Streifenfundament
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