Das CD20-Fertigbau-Montagesystem ist ein industrialisiertes Bausystem, bei dem vorgefertigte Betonwände, Deckenplatten und andere Konstruktionsteile im Werk hergestellt und auf der Baustelle zu einem kompletten Rohbau montiert werden.
Aufbau und Funktionsweise
Das CD20-System wurde ursprünglich in den Niederlanden entwickelt, um den Bedarf an schnellem, kostengünstigem Wohnungsbau zu decken. Die Bezeichnung “CD20” bezieht sich auf die Klassifizierung des Bausystems innerhalb der niederländischen Bauindustrie.
Das Kernelement des Systems besteht aus standardisierten Betonelementen mit festgelegten Maßrasterungen. Wände, Böden und Fassadenelemente werden unter kontrollierten Bedingungen im Werk gegossen. Dies gewährleistet eine höhere und gleichmäßigere Qualität als Ortbeton.
Auf der Baustelle werden die Elemente per Kran in ihre endgültige Position gehoben. Die Verbindungen zwischen den Elementen werden anschließend mit Mörtel oder Ortbeton hergestellt. Der gesamte Rohbau eines Hauses kann innerhalb weniger Tage errichtet werden.
Merkmale
- Standardisierte Maße: untereinander kompatible Abmessungen
- Betonqualität: werkseitig gefertigt mit konstanter Festigkeitsklasse
- Verbindungen: Nass- oder Trockenkopplungen zwischen den Fertigteilen
- Wärmedämmung: kann bereits im Werk als Sandwichpaneel integriert werden
Anwendung
Das CD20-Fertigbau-Montagesystem wird hauptsächlich im serienmäßigen Wohnungsbau eingesetzt, beispielsweise bei Reihenhäusern, Mehrfamilienhäusern und Wohnblöcken. Es eignet sich besonders für Projekte, bei denen kurze Bauzeiten und Kosteneffizienz im Vordergrund stehen. Durch die standardisierte Produktion sind die Bauzeiten deutlich kürzer als beim konventionellen Bauen. Das System wurde vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Niederlanden weit verbreitet eingesetzt.
Verwandte Begriffe
- Fertigteilbau
- Systembau
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.