CO₂-Detektion ist die Messung der Kohlendioxidkonzentration in Innenräumen zur Überwachung der Luftqualität und Steuerung der Lüftung.
Wie funktioniert CO₂-Detektion?
In bewohnten Gebäuden steigt die CO₂-Konzentration durch die Atmung der Personen stetig an. CO₂-Sensoren messen diese Konzentration in ppm (parts per million) und geben ein Signal an die Lüftungsanlage weiter. Überschreitet der Messwert einen festgelegten Schwellenwert — üblicherweise zwischen 800 und 1200 ppm —, wird die Frischluftzufuhr automatisch erhöht.
Die gängigsten Sensortypen arbeiten nach dem NDIR-Prinzip (nichtdispersive Infrarotspektroskopie). Dabei wird Infrarotlicht durch eine Messkammer geleitet; CO₂-Moleküle absorbieren bestimmte Wellenlängen, und aus der verbleibenden Lichtintensität errechnet der Sensor die Konzentration.
Anwendung
CO₂-Detektion findet Einsatz in:
- Wohngebäuden mit mechanischer Lüftung und Wärmerückgewinnung, um bedarfsgerecht zu lüften und Energieverluste zu minimieren.
- Bürogebäuden und Schulen, wo schwankende Belegungszahlen eine feste Lüftungsrate unwirtschaftlich machen.
- Tiefgaragen und Tunneln, in denen CO₂ als Indikator für die allgemeine Abgasbelastung dient.
- Passivhäusern, bei denen eine luftdichte Dämmung eine kontrollierte Lüftung zwingend erfordert.
Die bedarfsgesteuerte Lüftung auf Basis von CO₂-Detektion kann den Energieverbrauch für die Raumbelüftung um 20 bis 40 Prozent senken, ohne die Raumluftqualität zu beeinträchtigen.
Verwandte Begriffe
- Lüftung
- Dämmung
- Fassade
- Konstruktion
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