Ein Schirmgiebel ist eine Fassade, die hoeher als das dahinterliegende Dach gefuehrt wird, sodass das Dach von der Strassenseite aus nicht sichtbar ist. Der Schirmgiebel fungiert als ein “Schirm”, der die Dachkonstruktion verdeckt. Dies verleiht dem Gebaeude ein stattliches, groesser wirkendes Erscheinungsbild.
Erkennung
- Die Oberkante der Fassade ragt ueber die Dachlinie hinaus
- Oft mit dekorativer Gestaltung versehen: Treppengiebel, Voluten, Gesimse
- Typisch fuer Grachtenhaeuser, Geschaefte und Gebaeude aus dem 17.-19. Jahrhundert
- Kommt auch bei modernen Gewerbegebaeuden vor, um ein Flachdach zu verbergen
Arten von Schirmgiebeln
| Typ | Merkmal | Zeitraum |
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| Treppengiebel | Gestufte Oberkante | 16.-17. Jahrhundert |
| Glockengiebel | Glockenfoermige Bekroenung | 17.-18. Jahrhundert |
| Halsgiebel | Schmaler Hals mit Bekroenung | 17.-18. Jahrhundert |
| Gesimsfassade | Gerade Oberkante mit Kranzgesims | 18.-19. Jahrhundert |
| Moderner Schirmgiebel | Schlicht, rechteckig | Gegenwart |
Konstruktion
Der Schirmgiebel ist eine nicht-tragende Mauer oberhalb der Dachlinie. Das Mauerwerk muss an der Dachkonstruktion verankert werden, um Windlasten aufzunehmen. Bei der Sanierung alter Schirmgiebel ist Folgendes zu pruefen:
- Rissbildung durch Winddruck
- Lockere Verankerungen
- Feuchtigkeitsschaeden hinter dem Schirm
Verwandte Begriffe
- Fassade
- Treppengiebel
- Kranzgesims
- Bruestung
- Giebelwand