Was ist ein Schnurgerüst?
Ein Schnurgerüst besteht aus Holzpflöcken und Brettern, die rund um die Baustelle aufgestellt werden, um die exakte Lage und Höhe des Fundaments und der Mauern abzustecken. Die Schnurgerüstbretter dienen als Referenzpunkte, an denen Schnüre befestigt werden, damit die Bauarbeiter beim Graben und Mauern genau wissen, wo alles hinkommen muss.
Wie funktioniert ein Schnurgerüst?
Das Schnurgerüst wird zu Beginn des Bauprozesses eingerichtet, vor dem Aushub:
- Pflöcke einschlagen — in einigem Abstand von der künftigen Baugrube werden Holzpflöcke in den Boden geschlagen
- Bretter befestigen — horizontale Bretter werden auf den Pflöcken verschraubt, genau auf dem richtigen Höhenpeil
- Schnüre spannen — zwischen den Brettern werden Schnüre gespannt, die die Achslinien der Mauern markieren
- Kontrollieren — mit Wasserwaage oder Laser wird geprüft, ob alles waagerecht und rechtwinklig ist
Anwendung
- Wohnungsbau — zum Abstecken von Fundament und Fassaden
- Schuppen und Garagen — auch bei kleineren Bauvorhaben muss das Fundament exakt abgesteckt werden
- Gartenmauern — für eine gerade Mauer sind Referenzpunkte nötig
Warum nicht direkt in der Baugrube messen?
Das Schnurgerüst steht außerhalb der Baugrube, in sicherem Abstand:
- Es bleibt stehen — die Messpunkte verschwinden nicht beim Aushub
- Mehrfach nutzbar — während des gesamten Bauprozesses können immer wieder Schnüre gespannt werden
Verwandte Begriffe
- Achsmaß
- Fundament
- Wasserwaage
- Senklot
- Baugenehmigung
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