Was ist ein Müllheizkraftwerk?
Ein Müllheizkraftwerk (MHKW, früher Müllverbrennungsanlage oder MVA) ist eine industrielle Anlage, die nicht recycelbaren Restmüll verbrennt und die dabei entstehende Wärme in Strom und/oder Fernwärme umwandelt. In Deutschland gibt es rund 66 solcher Anlagen.
Wie funktioniert ein Müllheizkraftwerk?
Der Prozess verläuft in folgenden Schritten:
- Anlieferung — Restmüll wird per LKW angeliefert und in einem Bunker gelagert
- Verbrennung — der Müll wird bei ca. 850–1100 °C auf einem Rost verbrannt
- Wärmerückgewinnung — die heißen Rauchgase erhitzen Wasser zu Dampf in einem Kessel
- Stromerzeugung — der Dampf treibt eine Turbine an, die Strom erzeugt
- Rauchgasreinigung — die Abgase werden von Schadstoffen gereinigt
- Reststoffe — Schlacke wird als Baumaterial (z.B. im Straßenbau) wiederverwendet
Anwendung
- Schlacke als Baumaterial — MHKW-Schlacke wird nach Aufbereitung als Füllmaterial im Straßen- und Tiefbau verwendet
- Fernwärme — viele MHKW liefern Restwärme an Fernwärmenetze zur Beheizung von Wohnungen
- Kreislaufwirtschaft — Metalle werden aus der Schlacke zurückgewonnen
- Baubranche — das Bauwesen erzeugt einen erheblichen Teil des Abfalls, der in MHKW verarbeitet wird
Verwandte Begriffe
- Bodenasche
- Nachhaltiges Bauen
- Fernwärme
- Kreislaufwirtschaft
- Abwasser
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.