Was ist ein Müllheizkraftwerk?

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Was ist ein Müllheizkraftwerk?

Ein Müllheizkraftwerk (MHKW, früher Müllverbrennungsanlage oder MVA) ist eine industrielle Anlage, die nicht recycelbaren Restmüll verbrennt und die dabei entstehende Wärme in Strom und/oder Fernwärme umwandelt. In Deutschland gibt es rund 66 solcher Anlagen.

Wie funktioniert ein Müllheizkraftwerk?

Der Prozess verläuft in folgenden Schritten:

  1. Anlieferung — Restmüll wird per LKW angeliefert und in einem Bunker gelagert
  2. Verbrennung — der Müll wird bei ca. 850–1100 °C auf einem Rost verbrannt
  3. Wärmerückgewinnung — die heißen Rauchgase erhitzen Wasser zu Dampf in einem Kessel
  4. Stromerzeugung — der Dampf treibt eine Turbine an, die Strom erzeugt
  5. Rauchgasreinigung — die Abgase werden von Schadstoffen gereinigt
  6. Reststoffe — Schlacke wird als Baumaterial (z.B. im Straßenbau) wiederverwendet

Anwendung

  • Schlacke als Baumaterial — MHKW-Schlacke wird nach Aufbereitung als Füllmaterial im Straßen- und Tiefbau verwendet
  • Fernwärme — viele MHKW liefern Restwärme an Fernwärmenetze zur Beheizung von Wohnungen
  • Kreislaufwirtschaft — Metalle werden aus der Schlacke zurückgewonnen
  • Baubranche — das Bauwesen erzeugt einen erheblichen Teil des Abfalls, der in MHKW verarbeitet wird

Verwandte Begriffe

  • Bodenasche
  • Nachhaltiges Bauen
  • Fernwärme
  • Kreislaufwirtschaft
  • Abwasser

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