Metamorphes Gestein ist Gestein, das tief in der Erdkruste durch hohen Druck und/oder hohe Temperatur in Gefüge und Mineralbestand umgewandelt wurde, ohne vollständig aufzuschmelzen. Das Wort bedeutet wörtlich „umgewandeltes Gestein”. Zusammen mit Magmatiten und Sedimentgesteinen bildet es die dritte Hauptgruppe im Kreislauf der Gesteine.
Vom Ausgangsgestein zum Metamorphit
| Ausgangsgestein | Wird zu | Anwendung im Bau |
|---|---|---|
| Kalkstein | Marmor | Böden, Platten, Ornamente, Bildhauerei |
| Ton/Tonschiefer | Schiefer | Dachschiefer, Fassadenbekleidung, Bodenfliesen |
| Sandstein | Quarzit | Böden, Fassaden, sehr verschleißfest |
| Granit/Ton | Gneis | Fassaden, Pflaster, Stützmauern |
Merkmale
- Schieferung — durch den Druck richten sich plattige Minerale in einer Richtung aus; deshalb lässt sich Schiefer so gut in dünne Platten spalten
- Stark unterschiedliche Härte — Quarzit ist sehr hart und kratzfest, Marmor dagegen relativ weich und säureempfindlich
- Dichtes Gefüge — die meisten Metamorphite nehmen wenig Wasser auf, was der Frostbeständigkeit zugutekommt
Worauf bei der Anwendung zu achten ist
- Marmor ist säureempfindlich: Essig, Zitrone und viele Reiniger ätzen matte Flecken. pH-neutrale Reiniger verwenden und eine Imprägnierung erwägen
- Schiefer spaltet entlang der Lagen; bei Dachschiefer bestimmen Dicke und Format die Lebensdauer
- Quarzit und Gneis sind sehr verschleißfest und daher für stark begangene Böden und Außenpflaster geeignet
- Bei Außenanwendung immer die vom Lieferanten angegebene Frostbeständigkeit und Wasseraufnahme prüfen
Verwandte Begriffe
- Naturstein
- Kreislauf der Gesteine
- Sedimentgestein
- Tiefengestein
- Schiefer
- Marmor
- Gneis
- Quarzit
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