Joppen ist der erste, grobe Schritt bei der Bearbeitung von Naturstein. Mit dem Steinmeißel wird ein roher Block grob auf die gewünschten Maße gebracht, indem überschüssiges Material weggeschlagen wird. Nach dem Joppen hat der Stein ungefähr die richtige Größe, aber noch sehr rohe, unregelmäßige Kanten.
Herkunft und Arbeitsweise
Der niederländische Begriff leitet sich vom jop ab, dem schweren Steinmeißel, der dabei verwendet wird. Der Steinmetz schlägt mit dem Hammer auf den Meißel und trägt so Schicht für Schicht Material ab. Joppen erfordert Kraft und Erfahrung: zu tiefes oder falsches Ansetzen kann den Stein entlang einer natürlichen Bruchlinie spalten.
Joppen ist bewusst grob und soll rasch nahe an das Endmaß führen; danach folgen feinere Bearbeitungen, um die Fläche eben und glatt zu machen. Es ist die Vorarbeit vor dem eigentlichen Flächen.
Anwendung
Joppen gehört zum traditionellen Handwerk des Steinmetzen und tritt beim Zurichten von Hartgestein, Sandstein und anderen Natursteinen für Fassaden, Schwellen, Stufen und Ornamente auf.
Zu beachten
- Je härter die Steinart, desto schwerer das Joppen — die Härte bestimmt Werkzeug und Schlagkraft
- Falscher Ansatz kann den Block unbrauchbar machen
Verwandte Begriffe
- Naturstein
- Bruchstein
- Hartgestein
- Steinmetzarbeit
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