Ein Eisbrecher (auch Strombrecher, am Pfeiler auch Eisbock genannt) ist eine Form des Pfeilerschutzes im Wasserbau: ein meist V-förmiger Vorbau an einem Brückenpfeiler. Der Eisbrecher schützt den Pfeiler gegen die zerstörende Kraft von Eisschollen, die der Fluss mitführen kann, und gegen aufstauendes, schnell strömendes Wasser.
Funktionsweise
- Die V-Form (oder scharfe Spitze) steht stromaufwärts und zerschneidet ankommende Eisschollen, sodass sie nicht mit voller Wucht gegen den Pfeiler prallen
- Zugleich teilt die Form die Strömung und verringert so den Druck und die Auskolkung rund um den Pfeiler
- Oft ist die Spitze schräg ansteigend ausgeführt, sodass das Eis nach oben geleitet wird und unter dem eigenen Gewicht bricht
Anwendung
- Brücken über Flüsse — vor allem dort, wo im Winter Eisgang vorkommt
- Wasserbauliche Konstruktionen — bei Pfeilern, Dalben und Anlegekonstruktionen im strömenden Wasser
Der Eisbrecher ist ein klassisches Beispiel wasserbaulichen Schutzes; man sieht ihn an vielen älteren Steinbrücken als dreieckige Nase an der stromaufwärtigen Seite des Pfeilers.
Zu beachten
- Der Eisbrecher muss fest mit dem Pfeiler verbunden sein und die Stöße des Eises aufnehmen können
- Der Schutz gegen Auskolkung (Erosion) des Grundes rund um den Pfeiler bleibt ebenfalls wichtig
Verwandte Begriffe
- Brücke
- Pfeiler
- Bogenbrücke
- Wasserwehr
- Bauingenieurwesen
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