Ein Holzpflasterboden besteht aus einzelnen Holzklötzen, die mit der Hirnholzfläche (Stirnseite) nach oben verlegt werden und so einen besonders widerstandsfähigen und optisch ansprechenden Bodenbelag bilden.
Aufbau und Materialien
Beim Holzpflasterboden werden Holzklötze mit typischen Abmessungen von 60 bis 80 Millimetern Kantenlänge und 40 bis 80 Millimetern Höhe dicht an dicht auf einem tragfähigen Untergrund verlegt. Da die Hirnholzfläche nach oben zeigt, ist die sichtbare Oberfläche die Querschnittsfläche des Holzes mit ihrer charakteristischen Jahrringzeichnung.
Als Holzarten kommen besonders harte und strapazierfähige Sorten zum Einsatz: Eiche, Robinie, Lärche oder tropische Hölzer wie Teak. Die Klötze werden in heißem Bitumen, Epoxidharz oder speziellen Klebstoffen auf einem Betonunterboden oder einer Asphalttragschicht versetzt. Die Fugen werden mit Fugensand, Bitumenverguss oder Kunstharz verfüllt. Nach dem Verlegen wird die Oberfläche geschliffen und mit Öl, Wachs oder Versiegelung behandelt.
Anwendung
Holzpflasterböden haben eine lange Tradition und wurden ursprünglich in Werkstätten, Fabrikhallen und Stallungen verwendet, da sie gelenkschonend, fußwarm, schalldämmend und chemikalienbeständig sind. Fallende Werkzeuge und schwere Gegenstände beschädigen einen Holzpflasterboden weniger als einen Betonboden.
Heute erleben Holzpflasterböden eine Renaissance als hochwertiger Designbodenbelag in Wohnräumen, Lofts, Gastronomie und Gewerbeflächen. Die einzigartige Hirnholzoptik verleiht jedem Raum einen besonderen Charakter. Im Außenbereich werden Holzpflaster für Terrassen und Gartenwege eingesetzt, wobei hier besonders witterungsbeständige Holzarten verwendet werden müssen.
Verwandte Begriffe
- Hirnholzparkett
- Parkettboden
- Holzpflaster
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