Was ist die Gründungstiefe?
Die Gründungstiefe ist die Tiefe, in der ein Fundament angelegt wird, gemessen von der Geländeoberkante bis zur Unterkante des Fundaments. Die Gründungstiefe muss ausreichend sein, um das Fundament vor Frost zu schützen und eine tragfähige Bodenschicht zu erreichen.
Warum ist die Gründungstiefe wichtig?
Ein zu flach angelegtes Fundament kann Probleme verursachen:
- Frostschäden — Wasser im Boden kann gefrieren und das Fundament anheben (Frosthebung)
- Unzureichende Tragfähigkeit — die oberen Bodenschichten sind oft weniger tragfähig als tiefere Schichten
- Auswaschung — bei flachen Fundamenten kann der Boden unter dem Fundament weggespült werden
Anwendung
Frostfreie Gründungstiefe in Deutschland
In Deutschland beträgt die frostfreie Gründungstiefe je nach Region 80-120 cm unter Geländeoberkante.
| Konstruktion | Mindest-Gründungstiefe |
|---|---|
| Wohnhäuser | 80-120 cm (frostfrei) |
| Gartenmauern | 60-80 cm |
| Schuppen, Garagen | 60-80 cm |
| Leichte Konstruktionen | 40-60 cm |
Einflussfaktoren
- Frostgrenze — in Deutschland 80-120 cm, in Skandinavien deutlich tiefer
- Bodenart — auf Ton oder Torf muss eventuell tiefer gegründet werden
- Grundwasserstand — ein hoher Grundwasserstand kann die Gründungstiefe einschränken
- Belastung — schwerere Konstruktionen erfordern manchmal ein tieferes Fundament
Verwandte Begriffe
- Fundament
- Streifenfundament
- Frostgrenze
- Einzelfundament
- Tragfähigkeit
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