Die Gotik ist ein Baustil, der von etwa 1150 bis 1500 in Europa vorherrschte und vor allem für die großen Kathedralen mit ihren himmelwärts strebenden, lichten Konstruktionen bekannt ist. Kennzeichnend sind der Spitzbogen, das Kreuzrippengewölbe und der Strebebogen.
Anwendung
Die Gotik entwickelte sich aus der Romanik und ermöglichte höhere, hellere und offenere Bauwerke. Wichtigste Merkmale:
- Spitzbogen — leitet Kräfte steiler nach unten als der Rundbogen, sodass Mauern weniger massiv sein müssen.
- Kreuzrippengewölbe — ein Skelett aus Rippen trägt das Gewölbe; die Flächen dazwischen bleiben dünn.
- Strebebogen und Strebepfeiler — fangen die seitlichen Gewölbekräfte außerhalb des Gebäudes auf.
- Bleiglas — die großen Fenster wurden mit Glasmalerei gefüllt.
Durch dieses Konstruktionsprinzip konnten sich Mauern gleichsam in Glas auflösen. Die Gotik lebte im 19. Jahrhundert als Neugotik fort.
Verwandte Begriffe
- Baustil
- Kreuzrippengewölbe
- Strebebogen
- Strebepfeiler
- Neugotik
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