Vergussmörtel ist ein dünnflüssiger, meist schwindarmer Mörtel, der Hohlräume, Fugen und Anschlüsse vollständig ausfüllt. Da der Mörtel gut fließt, füllt er jeden Zwischenraum und es entsteht eine dichte, tragende Verbindung ohne Lufteinschlüsse.
Anwendung
Vergussmörtel wird unter anderem zum Untergießen von Stahlbauteilen wie den Fußplatten von Stützen auf einem Fundament verwendet. Auch das Verfüllen von Aussparungen rund um Anker, das Fixieren von Maschinenfüßen und das Vergießen von Betonfertigteilen erfolgt mit Vergussmörtel. In der Restaurierung dient ein flüssiger Mörtel dazu, Hohlräume im Mauerwerk zu injizieren.
Viele Vergussmörtel sind schwindarm oder leicht quellend: Sie dehnen sich beim Aushärten etwas aus, sodass der Hohlraum vollständig gefüllt bleibt und Kontakt zu den umgebenden Teilen entsteht.
Merkmale
Die wichtigste Eigenschaft ist die hohe Fließfähigkeit, wodurch sich der Mörtel selbst verteilt und entlüftet. Daneben zählt die Druckfestigkeit, da Vergussmörtel oft Kräfte zwischen Bauteilen übertragen muss. Eng verwandte Produkte sind Verpressgut (für Anker und Pfähle) und Vergussbeton. Bei der Verarbeitung sind die richtige Menge Anmachwasser und eine gute Nachbehandlung wichtig, um Risse zu vermeiden.
Verwandte Begriffe
- Mörtel
- Verpressgut
- Verpressung
- Betonmörtel
- Auflager
- Anmachwasser
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