Ein Winkelverbinder ist ein gelochtes, rechtwinklig gekantetes Stahlblech, mit dem zwei Holzbauteile im 90-Grad-Winkel fest miteinander verbunden werden. Durch die vielen Löcher kann der Zimmermann Schrauben oder Ankernägel genau dort setzen, wo das Holz den meisten Halt bietet.
Merkmale
Ein Winkelverbinder unterscheidet sich von einem einfachen Winkelblech durch die Versteifungsrippe: eine eingeprägte Sicke im Innenwinkel, die den Verbinder steifer macht und die Last besser über die Verbindung verteilt.
- Material — meist feuerverzinkter (sendzimirverzinkter) Stahl gegen Korrosion während der Bauzeit
- Lochung — runde und manchmal längliche Löcher für Schrauben und Ankernägel
- Versteifungsrippe — für zusätzliche Steifigkeit im Winkel
- Form — rechtwinklig gekantet, in vielen Größen erhältlich
Anwendung
Winkelverbinder werden im Holzbau häufig eingesetzt:
- Holzrahmenbau — Verbinden von Ständern, Riegeln und Platten
- Dachkonstruktionen — Befestigen von Sparren, Pfetten und Mauerlatten
- Terrassen und Pergolen — rechtwinklige Verbindungen von Balken und Stützen
- Boden- und Dachelemente — Koppeln von Holzträgern
Für die Fassadenverankerung in der Schale verwendet man einen Maueranker; der Winkelverbinder ist speziell für rechtwinklige Holz-auf-Holz-Verbindungen gedacht.
Verwandte Begriffe
- Maueranker
- Holzverbindungen
- Holzrahmenbau
- Mauerlatte
- Beschlag
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