Ein Tretrad ist ein großes Rad, mit dem über eine Achse und ein Seil schwere Lasten nach oben gehievt werden. Durch das große Rad als Hebel lässt sich mit verhältnismäßig wenig Kraft eine schwere Last heben. Es ist eines der ältesten Hebewerkzeuge.
Funktionsweise
Das Seil ist um eine Achse gewickelt, die am Rad befestigt ist. Wird das Rad gedreht, wickelt sich das Seil auf und die Last kommt nach oben. Es gibt zwei Hauptformen:
- Handrad (Haspel) — mit Speichen oder Kurbeln, die von Hand gedreht werden
- Tretrad (Laufrad) — ein großes Laufrad, in dem eine oder mehrere Personen laufen; ihr Körpergewicht liefert die Kraft
Geschichte
Treträder wurden jahrhundertelang beim Bau von Kirchen, Kathedralen und Festungswerken sowie in Häfen und Lagerhäusern verwendet. In manchen alten Kirchtürmen und Lagerhäusern ist das Tretrad noch vorhanden. Das Prinzip lebt in der modernen Winde und im Flaschenzug fort.
Anwendung
- Bau hoher Gebäude — das Hochbringen von Baumaterial und Naturstein
- Lagerhäuser — zusammen mit dem Hebebalken für das Heben von Handelsware
- Häfen — das Be- und Entladen von Schiffen
- Mühlen und Wasserbauwerke — für das Bedienen von Schleusen und Schützen
Verwandte Begriffe
- Hebebalken
- Hebeluke
- Winde
- Flaschenzug
- Lagerhaus
- Haspel
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