Ein T-Dach ist eine Dachform, bei der zwei Satteldächer rechtwinklig zueinander stehen, sodass der Grundriss des Daches die Form eines T erhält. Das T-Dach entsteht, wenn ein Anbau oder Flügel quer zum Hauptgebäude errichtet wird. Die beiden Dächer schneiden sich in einer sogenannten Kehlrinne oder einem Kehlsparren.
Erkennung
- Das Dach hat von oben betrachtet die Form eines T
- An der Schnittstelle der beiden Dächer befindet sich eine Kehlrinne (Innenrinne) oder ein Kehlsparren
- Das T-Dach hat mehr Dachflächen als ein einfaches Satteldach
Varianten
| Variante | Beschreibung |
|---|---|
| **T-Dach** | Ein Anbau quer zum Hauptgebäude |
| **L-Dach** | Anbau in einem Winkel, bildet ein L |
| **Kreuzdach** | Zwei Dächer kreuzen sich vollständig (Kreuzform) |
| **H-Dach** | Zwei parallele Gebäude verbunden durch einen Querflügel |
Kehlrinne: der kritische Punkt
Die Schnittstelle der beiden Dächer ist der empfindlichste Bereich. Hier kommt das Regenwasser von zwei Dachflächen zusammen. Die Kehlrinne muss:
- Ausreichend breit und tief sein, um große Wassermengen abzuführen
- Wasserdicht abgedichtet sein mit Blei, Zink oder EPDM
- Regelmäßig auf Laubablagerungen und Verstopfungen kontrolliert werden
- Ein ausreichendes Gefälle in Richtung Dachrinne haben
T-Dach beim Umbau
Beim Errichten eines Anbaus quer zu einem bestehenden Haus entsteht oft ein T-Dach. Beachten Sie dabei:
- Die Firsthöhe des Anbaus liegt in der Regel niedriger als das Hauptdach
- Der Anschluss an das bestehende Dach muss wasserdicht ausgeführt werden
- Prüfen Sie, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist
Verwandte Begriffe
- Satteldach
- Kreuzdach
- Kehlrinne
- Kehlsparren
- Dachrinne
- Gefälle