Was ist ein keltisches Kreuz?

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Ein keltisches Kreuz ist ein Kreuz, dessen vier Arme durch einen Ring um den Schnittpunkt verbunden werden. Diese Form — ein Kreuz mit einem Kreis auf der Kreuzung — ist vor allem von den freistehenden Steinkreuzen (Hochkreuzen) bekannt, die ab dem frühen Mittelalter in Irland, Schottland und Wales errichtet wurden.

Form und Merkmale

  • Ring um den Schnittpunkt — das auffälligste Merkmal; der Kreis umschließt die Stelle, an der sich die Arme kreuzen
  • Reich verziert — die steinernen Hochkreuze sind oft mit Flecht- und Knotenmotiven, Spiralen und biblischen Szenen bedeckt
  • Naturstein — traditionell aus einem Steinblock gehauen, teils mehrere Meter hoch

Der Ring gab dem Kreuz nicht nur Bedeutung, sondern hatte bei großen Steinkreuzen auch eine praktische Funktion: Er verbindet und verstärkt die auskragenden Arme.

Anwendung

  • Freistehende Hochkreuze — als Gedenk-, Grab- oder Markierungsdenkmal bei Kirchen und Klöstern
  • Dekoration und Ornament — das Motiv kehrt in Fassadenschmuck, Bleiverglasung, Grabdenkmälern und Gedenkzeichen wieder
  • Symbolik — als christliches Symbol mit keltischen Wurzeln

Zu beachten

  • Als Bauornament wird das keltische Kreuz in gehauenem Naturstein, Gusswerk oder Bleiverglasung angewendet
  • Bei der Restaurierung alter Hochkreuze ist die Verwitterung der feinen Flechtmotive ein wichtiger Punkt

Verwandte Begriffe

  • Kreuz
  • Andreaskreuz
  • Ornament
  • Gotik
  • Naturstein

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