Ein geleimter Binder ist eine Tragkonstruktion aus mehreren verleimten Holzlamellen, auch Brettschichtholz genannt, die für große Spannweiten geeignet ist.
Durch das Verkleben dünner Holzschichten (Lamellen) entsteht ein festes, stabiles und formbeständiges Element. Diese Technik ermöglicht Abmessungen und Formen, die mit Vollholz nicht erreichbar sind.
Wie funktioniert ein geleimter Binder?
Die Lamellen werden unter Druck mit einem Konstruktionsklebstoff zusammengefügt:
- Die Holzschichten werden nach Feuchtigkeit und Qualität ausgewählt
- Schwachstellen wie Äste werden über die Länge verteilt
- Die Lamellen werden verleimt und unter Druck ausgehärtet
- Das Element kann gerade oder gebogen geformt werden
Das Ergebnis ist ein Träger oder Binder mit hohem Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht und geringer Neigung zu Schwund oder Rissen.
Anwendung
Geleimte Binder werden häufig dort eingesetzt, wo große, freie Spannweiten benötigt werden:
- Sporthallen, Schwimmbäder und Reithallen
- Landwirtschaftliche Hallen und Industriehallen
- Brücken und öffentliche Gebäude mit Holzdächern
Vorteile sind das geringe Gewicht, die gute Brandbeständigkeit von Vollholz und der nachhaltige, biobasierte Rohstoff. Bei der Anwendung sind Feuchtigkeitsschutz und die Detaillierung der Auflager und Verbindungen zu beachten.
Verwandte Begriffe
- Binder
- Konstruktion
- Spannweite
- Fundament
- Dämmung
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