Gips ist ein mineralischer Baustoff auf Basis von Calciumsulfat. Aus natürlichem Gipsgestein oder aus industriellen Nebenprodukten wird durch Erhitzen gebrannter Gips (Halbhydrat) hergestellt. Mischt man dieses Pulver mit Wasser, bindet es schnell zu einer harten, steinartigen Masse ab. Gips ist damit einer der wichtigsten Baustoffe im Innenausbau.
Anwendung
Gips wird für Putzarbeiten auf Wänden und Decken verwendet, zum Gießen von Zierleisten und Ornamenten und als Rohstoff für Gipsplatten, Gipsblöcke und Anhydritestriche. Auch als Reparaturmittel zum Verschließen von Löchern und Schlitzen ist Gips beliebt, weil er schnell härtet und sich gut bearbeiten lässt.
Ein wichtiger Vorteil ist, dass Gips feuchteregulierend wirkt: Er kann Wasserdampf aus der Luft aufnehmen und später wieder abgeben, was zu einem angenehmen Raumklima beiträgt.
Merkmale
Gips bindet schnell ab und dehnt sich dabei kaum aus, wodurch die Rissbildung begrenzt bleibt. Das Material ist leicht, feuerhemmend und einfach zu bearbeiten. Nachteilig ist die begrenzte Feuchtebeständigkeit: Gewöhnlicher Gips ist nicht für dauerhaft nasse Räume oder den Außenbereich geeignet, sofern er nicht speziell behandelt ist. Die Abbindezeit kann mit Verzögerern oder Beschleunigern geregelt werden.
Verwandte Begriffe
- Gipsplatte
- Putzschicht
- Putz
- Anhydritestrich
- Kalk
- Bindemittel
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