Ein Habitat ist der natürliche Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart, in dem die Art Nahrung, Schutz und Fortpflanzungsmöglichkeiten findet. Im Bauwesen spielt der Begriff beim naturnahen und klimaangepassten Bauen eine Rolle.
Merkmale
Ein Habitat bietet einer Art alles, was sie zum Überleben und zur Fortpflanzung braucht. In der gebauten Umwelt geht es darum, Lebensräume in und an Gebäuden sowie im öffentlichen Raum zu erhalten oder gezielt zu schaffen. Beispiele:
- Eingebaute Nistkästen für Vögel
- Quartiere für Fledermäuse
- Gründächer und begrünte Fassaden
- Bepflanzung und Wasserflächen im öffentlichen Raum
Anwendung
Beim naturnahen Bauen werden Habitate bewusst in den Entwurf einbezogen, sodass Gebäude nicht nur Menschen, sondern auch Tieren und Pflanzen Raum bieten. Das stärkt die Biodiversität und trägt zu einer klimaangepassten, kühleren und grüneren Umgebung bei.
Bei Umbau oder Abriss ist Vorsicht geboten: Der gesetzliche Artenschutz kann Pflichten mit sich bringen, wenn geschützte Habitate vorhanden sind. Vor Beginn der Arbeiten sollte daher geprüft werden, ob geschützte Arten vorkommen und welche Maßnahmen oder Genehmigungen erforderlich sind. So bleiben wertvolle Lebensräume erhalten oder werden an anderer Stelle ausgeglichen.
Verwandte Begriffe
- Naturnahes Bauen
- Gründach
- Nistkasten
- Begrünte Fassade
- Klimaanpassung
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