Der Gesteinskreislauf ist der geologische Prozess, in dem Erstarrungsgesteine, Sedimentgesteine und metamorphe Gesteine durch Verwitterung, Ablagerung, Druck und Hitze fortlaufend ineinander übergehen.
Gesteine sind kein unveränderlicher Baustoff, sondern durchlaufen über geologische Zeiträume einen ständigen Umwandlungsprozess. Aus geschmolzenem Magma erstarren Erstarrungsgesteine. Diese verwittern an der Oberfläche, das Material wird abgelagert und zu Sedimentgestein verfestigt. Unter hohem Druck und großer Hitze wandeln sich Gesteine in metamorphe Gesteine um, und beim vollständigen Aufschmelzen entsteht wieder Magma. So schließt sich der Kreislauf.
Die drei Gesteinsarten
Der Kreislauf verbindet die drei Hauptgruppen der Gesteine:
- Erstarrungsgesteine (magmatische Gesteine) wie Granit, entstanden aus erstarrtem Magma
- Sedimentgesteine wie Kalkstein, entstanden aus abgelagertem und verfestigtem Material
- Metamorphe Gesteine wie Marmor, entstanden durch Umwandlung unter Druck und Hitze
Anwendung
Das Verständnis des Gesteinskreislaufs ist auch für den Bau von Bedeutung:
- Einordnung von Natursteinen nach Entstehung und Eigenschaften
- Auswahl geeigneter Steine, etwa Granit für hoch belastete Beläge
- Beurteilung von Verwitterungs- und Frostbeständigkeit
- Verständnis für die Zusammensetzung aus verschiedenen Mineralen
Aus der Entstehung ergeben sich Härte, Struktur und Dauerhaftigkeit eines Natursteins, was seine Eignung für unterschiedliche Bauaufgaben bestimmt.
Verwandte Begriffe
- Naturstein
- Granit
- Kalkstein
- Marmor
- Mineral
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