Was ist AVI-Bodenasche?
AVI-Bodenasche (auch Hausmullverbrennungsasche oder MV-Schlacke genannt) ist das Restmaterial, das nach der Verbrennung von Siedlungs- und Gewerbeabfallen in einer Mullverbrennungsanlage (MVA) zuruckbleibt. Nach entsprechender Aufbereitung wird diese Schlacke als sekundarer Baustoff im Erd-, Strassen- und Wasserbau eingesetzt.
Anwendung
In Deutschland, Osterreich und der Schweiz werden jahrlich Millionen Tonnen Abfall thermisch verwertet. Die dabei anfallende Bodenasche macht etwa 20 bis 25 Prozent des ursprunglichen Abfallgewichts aus und ist damit das grosste Restprodukt der Mullverbrennung.
Aufbereitungsprozess: Nach der Verbrennung wird die rohe Schlacke zunachst gelagert, um abzukuhlen und auszulaugen. Anschliessend werden Eisen- und Nichteisenmetalle zuruckgewonnen. Das verbleibende Material wird gesiebt und gebrochen, bis ein Granulat entsteht, das als Baustoff geeignet ist.
Einsatzbereiche im Bauwesen:
- Tragschichtmaterial im Strassenbau
- Verfullmaterial bei Erdarbeiten
- Fullmaterial in Larmschutzwallen und Dammkorpern
- Zuschlagstoff in Beton (in begrenztem Umfang)
Umwelt und Vorschriften: Die Verwendung von Bodenasche als Baustoff unterliegt in Deutschland der Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Das Material muss strenge Anforderungen hinsichtlich der Auslaugung von Schwermetallen und anderen Schadstoffen erfullen. Durch die Wiederverwendung als Baustoff werden primare Rohstoffe wie Sand und Kies eingespart, was zur Kreislaufwirtschaft beitragt.
Verwandte Begriffe
- Sekundarer Baustoff
- Ersatzbaustoffverordnung (EBV)
- Recyclinggranulat
- Tragschicht
- Kreislaufwirtschaft
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