Ein Kreuzgratgewölbe entsteht, wenn zwei Tonnengewölbe sich rechtwinklig durchdringen; an den Schnittlinien der Gewölbeflächen bilden sich scharfe Kanten, die Grate genannt werden. Es ist eine der ältesten Formen des Kreuzgewölbes.
Anwendung
Das Kreuzgratgewölbe überdeckt einen quadratischen oder rechteckigen Raum (Joch) und sammelt die Last in den vier Ecken, sodass sie auf Pfeilern statt auf durchgehenden Mauern ruhen kann. Merkmale:
- Grate — die vorspringenden Kanten an den Kreuzungslinien; hier keine eigenen Tragrippen, sondern die natürlichen Schnittlinien des Mauerwerks.
- Punktlast — die Kräfte werden in die Ecken geleitet.
- Bau — das Gewölbe wurde auf einer Holzschalung gemauert.
Das Kreuzgratgewölbe unterscheidet sich vom Kreuzrippengewölbe, bei dem die Grate durch eigene, tragende Steinrippen ersetzt sind. Es ist typisch für die Romanik.
Verwandte Begriffe
- Gewölbe
- Kreuzgewölbe
- Kreuzrippengewölbe
- Tonnengewölbe
- Gurtbogen
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