Ein Bogenfensterrahmen ist ein Fensterrahmen, dessen oberer Abschluss als Bogen geformt ist, anstatt gerade zu verlaufen. Diese Rahmenform findet sich vor allem an historischen Gebäuden, Kirchen und repräsentativen Bauten und verleiht der Fassade ein besonderes architektonisches Erscheinungsbild.
Bogenformen
Je nach Stil und Epoche kommen verschiedene Bogenformen vor:
- Rundbogen – halbkreisförmiger Bogen, typisch für romanische Architektur
- Segmentbogen – flacher Kreisabschnitt, häufig bei Wohnhäusern des 19. Jahrhunderts
- Spitzbogen – nach oben zulaufend, charakteristisch für die Gotik
- Korbbogen – ovale, gedrückte Form, typisch für Barock und Jugendstil
- Stichbogen – leicht gewölbt, die dezenteste Bogenform
Konstruktion und Material
Bogenfensterrahmen werden aus verschiedenen Materialien hergestellt:
- Holz – traditionell, verleimte Lamellen ermöglichen die gebogene Form
- Kunststoff – biegbare Profile für einfache Bogenformen
- Aluminium – für filigrane Profilquerschnitte und große Spannweiten
- Stahl – bei historischen Industriefenstern
Die Herstellung ist aufwendiger als bei geraden Fenstern, da der Bogenrahmen einzeln angefertigt oder in Sondermaßen bestellt werden muss.
Anwendung
Bogenfensterrahmen spielen eine Rolle bei:
- Denkmalgerechter Sanierung – Nachbau historischer Fenster mit originalgetreuen Profilen
- Repräsentativen Neubauten – als gestalterisches Fassadenelement
- Kirchenbau – große Bogenfenster mit Maßwerk
- Fassadenrenovierung – Austausch alter Fenster unter Beibehaltung der Bogenform
Bei der Planung ist auf die korrekte Aufmaßnahme zu achten, da Bögen in historischen Gebäuden selten exakt symmetrisch sind.
Verwandte Begriffe
- Fenstersturz
- Bogenmauerwerk
- Fensterlaibung
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