Arbeitsfuge ist eine geplante Fuge in einer Betonkonstruktion, die dort entsteht, wo das Betonieren unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt wurde. Sie ist ein unvermeidlicher Bestandteil größerer Betonbauwerke, da nicht immer alles in einem Zug betoniert werden kann.
Anwendung
Arbeitsfugen treten bei nahezu allen größeren Betonarbeiten auf und müssen fachgerecht geplant und ausgeführt werden, um die Tragfähigkeit und Dichtigkeit der Konstruktion zu gewährleisten.
Warum sind Arbeitsfugen nötig?
- Große Betonmengen: Bei umfangreichen Bauteilen wie Bodenplatten, Wänden oder Decken kann der Beton nicht in einem Arbeitsgang eingebracht werden.
- Tagesleistung: Die Betonierleistung ist begrenzt, sodass nach einem Arbeitstag eine Unterbrechung notwendig wird.
- Bauablauf: Verschiedene Bauabschnitte werden nacheinander betoniert.
Richtige Ausführung
- Position: Arbeitsfugen werden dort angeordnet, wo die geringsten Kräfte wirken, idealerweise senkrecht zur Kraftrichtung.
- Vorbereitung: Die Oberfläche des bereits erhärteten Betons muss aufgeraut, gereinigt und vorgenässt werden.
- Fugenbänder: Bei wasserundurchlässigen Konstruktionen (z. B. Kellerwänden) werden Fugenbänder oder Fugenbleche eingelegt.
- Verbundmittel: Haftbrücken oder Verbundmittel verbessern den Zusammenhalt zwischen altem und neuem Beton.
Tipps für Heimwerker
Bei der Herstellung einer Bodenplatte oder Fundamentplatte solltest du Arbeitsfugen möglichst vermeiden und alles in einem Guss betonieren. Ist eine Unterbrechung unvermeidbar, raue die Oberfläche auf und befeuchte sie vor dem Weiterbetonieren gründlich.
Verwandte Begriffe
- Beton
- Fundament
- Baugrube
- Konstruktion
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