Das Kreuzmaß ist das Diagonalmaß eines Rechtecks, gemessen von Ecke zu Ecke. Durch das Messen und Vergleichen beider Diagonalen prüft man, ob eine Konstruktion rechtwinklig (90°) ist. Sind beide Diagonalen exakt gleich, ist das Rechteck rechtwinklig. Weicht das Maß ab, steht die Konstruktion schief.
Wie funktioniert das?
Bei jeder rechteckigen Konstruktion (Fundament, Boden, Rahmen, Fensterrahmen):
1. Diagonale A messen (links oben → rechts unten)
2. Diagonale B messen (rechts oben → links unten)
3. A = B → die Konstruktion ist rechtwinklig
4. A ≠ B → die Konstruktion steht schief, korrigieren
Wann prüft man das Kreuzmaß?
- Fundament abstecken — Bevor man gräbt oder gießt
- Schalung — Vor dem Gießen einer Betonplatte
- Holzrahmenbau — Beim Aufstellen der Wände
- Holzterrasse — Beim Verlegen des Rahmens
- Fensterrahmen — Nach dem Positionieren, vor dem Befestigen
- Gartenhaus/Schuppen — In jeder Phase des Aufbaus
Wie viel Abweichung ist zulässig?
- Fundament/Betonplatte: maximal 5 mm Unterschied
- Holzrahmenbau: maximal 3-5 mm
- Möbel/Fensterrahmen: maximal 1-2 mm
3-4-5-Methode
Wenn man die Diagonale nicht messen kann (zu groß, Hindernisse), verwendet man die 3-4-5-Methode, um einen rechten Winkel abzustecken:
1. 3 Meter entlang der einen Seite messen
2. 4 Meter entlang der anderen Seite messen
3. Die Diagonale muss genau 5 Meter betragen → dann beträgt der Winkel 90°
Das funktioniert auch mit Vielfachen: 6-8-10, 9-12-15 usw.
Verwandte Begriffe
- Wasserwaage
- Senklot
- Punktfundament
- Flachgründung