“In situ” ist Latein für “vor Ort” oder “am ursprünglichen Platz”. Im Bauwesen bedeutet es, dass Arbeiten am endgültigen Standort ausgeführt werden, statt vorgefertigt zu sein.
Anwendung bei Beton
Das bekannteste Beispiel ist In-situ-Beton, also Ortbeton: Beton, der vor Ort in die Schalung gegossen wird, im Gegensatz zu Fertigteilen, die vorab im Werk hergestellt werden. Die Schalung gibt die Form vor; nach dem Erhärten wird sie entfernt und es entsteht eine fugenlose Konstruktion.
Anwendung bei Messungen und Untersuchungen
Der Begriff wird auch für Messungen und Untersuchungen verwendet, die im Boden oder Bauwerk selbst stattfinden, statt im Labor. Beispiele sind die In-situ-Sondierung und die In-situ-Baugrunduntersuchung, bei denen die Eigenschaften vor Ort bestimmt werden.
Vor- und Nachteile
- Vorteil: Maßarbeit und Kontinuität, da die Arbeit auf den Endstandort abgestimmt wird.
- Nachteil: Abhängigkeit von den Bedingungen auf der Baustelle, etwa Witterung und Arbeitsraum.
Die Wahl zwischen In-situ und Fertigteil hängt von Entwurf, Terminplan und den Bedingungen vor Ort ab. Oft werden beide innerhalb eines Projekts kombiniert.
Verwandte Begriffe
- Vor Ort (IHW)
- Gießbau
- Schalung
- Betonmörtel
- Baugrunduntersuchung
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