Geologische Begriffe sind die Fachausdrücke, mit denen der Aufbau, die Zusammensetzung und die Eigenschaften des Untergrunds beschrieben werden, etwa Gesteinsarten, Bodenschichten, Bodenarten und erdgeschichtliche Prozesse, die für das Bauwesen von Bedeutung sind.
Für jedes Bauprojekt ist die Kenntnis des Untergrunds unverzichtbar. Geologische Begriffe helfen Ingenieuren, Architekten und Bauunternehmern, den Boden korrekt zu beurteilen und die richtige Gründung zu wählen.
Wichtige geologische Begriffe
- Gesteinsarten: Magmatite (z. B. Granit), Sedimentgesteine (Sand, Ton, Kalkstein) und Metamorphite (Schiefer, Marmor).
- Bodenschichten: aufeinanderfolgende Schichten wie Mutterboden, Sand, Ton, Torf und Kies mit jeweils eigener Tragfähigkeit.
- Bodenarten: Sand, Ton, Lehm, Schluff und Torf bestimmen die Stabilität und Wasserdurchlässigkeit.
- Grundwasserstand: das Niveau, auf dem der Boden mit Wasser gesättigt ist.
- Setzung: das Zusammendrücken des Bodens unter Belastung.
Anwendung
Bei der Planung einer Gründung wird der Bodenaufbau durch eine Drucksondierung oder Bohrung erfasst. Die geologische Kenntnis bestimmt:
- Welche Tragfähigkeit der Boden besitzt.
- In welcher Tiefe eine tragfähige Schicht liegt.
- Ob ein Risiko für Setzung oder Wasserprobleme besteht.
| Bodenart | Tragfähigkeit | Wasserdurchlässigkeit |
|---|---|---|
| Sand | Hoch | Gut |
| Ton | Mäßig | Schlecht |
| Torf | Niedrig | Schlecht |
Verwandte Begriffe
- Bodenmechanik
- Drucksondierung
- Fundament
- Boden
- Geodäsie
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