Was ist ein Fundamentlabel?
Ein Fundamentlabel ist eine (durchaus umstrittene) Einstufung, die angibt, in welchem Maß das Fundament eines Hauses ein Risiko darstellt. Es arbeitet mit einer Fünf-Punkte-Skala von A bis E, wobei A kein Risiko und E ein festgestelltes Problem bedeutet.
Wie es funktioniert
Anders als ein Energieausweis beruht ein Fundamentlabel nicht auf einer individuellen Inspektion des Hauses. Das Label wird aus Umgebungsdaten berechnet: dem Bodenaufbau, dem Grundwasserstand, dem Baujahr des Gebäudes und Satellitenmessungen der Bodensenkung. Auf dieser Grundlage schätzt ein Modell ein, wie wahrscheinlich es ist, dass das Fundament Probleme hat oder bekommt. Da das Label auf Statistik und Umgebungsfaktoren beruht und nicht auf dem tatsächlichen Zustand der Pfähle, sind Fehler möglich. Ein Haus mit Label E muss nicht zwingend ein schlechtes Fundament haben und umgekehrt.
Anwendung
Das Fundamentlabel taucht zunehmend in Bewertungs- und Immobilienberichten auf, damit Käufer und Kreditgeber eine erste Einschätzung des Risikos erhalten. Es ist ausdrücklich ein Anhaltspunkt und keine Garantie: Für Sicherheit über den wirklichen Zustand ist stets eine Fundamentuntersuchung nötig, bei der ein Pfahlkopf freigelegt wird. Das Label kann jedoch helfen zu entscheiden, ob eine solche Untersuchung sinnvoll ist.
Verwandte Begriffe
- Fundamentkategorie
- Fundamentqualität
- Bodensenkung
- Fundamentuntersuchung
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