Rinnensparren sind die Enden der Dachsparren, die über die Wand hinausragen und zusammen die Traufe mit der Dachrinne bilden. Sie tragen die Dachrinne und bestimmen die Größe des Dachüberstands. Manchmal sind es die durchlaufenden Sparren selbst, manchmal aufgesetzte Stücke (Aufschieblinge), die den Sparren verlängern.
Funktion
An der Dachunterseite müssen die Sparren etwas über die Mauer hinausragen, damit das Regenwasser in die Rinne fällt und nicht an der Fassade herabläuft. Die Rinnensparren sorgen für diesen Überstand und bilden die Grundlage, auf der Traufbrett, Rinne und Rinnenklötze befestigt werden.
Verläuft das Dachflächen nahe der Mauerlatte zu steil, werden kurze Ansatzstücke (Aufschieblinge) auf die Sparren gesetzt. So entsteht ein flacherer Verlauf an der Traufe — ein klassisches Detail bei Reetdächern und alten Dachstühlen.
Anwendung
- Dachüberstände — die Länge der Rinnensparren bestimmt, wie weit das Dach über die Fassade ragt
- Traufdetail — die Rinnensparren tragen Rinne, Traufbrett und ggf. die unterste Ziegelreihe
- Reetdächer — mit Aufschieblingen entsteht die geschwungene Traufe
Zu beachten
- Rinnensparren sind Feuchtigkeit ausgesetzt: dauerhaftes Holz verwenden und für Belüftung sorgen
- Eine gute Verankerung an der Mauerlatte ist gegen Windlast (Abheben) nötig
Verwandte Begriffe
- Dachsparren
- Dachüberstand
- Traufe
- Traufbrett
- Rinnenklotz
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