Ein Kompressor ist eine Maschine, die Luft oder Gas auf einen höheren Druck verdichtet — auf der Baustelle meist zum Antrieb pneumatischer Werkzeuge.
Funktionsweise und Typen
Ein Kompressor saugt Umgebungsluft an und presst sie in einen Druckbehälter, bis der gewünschte Betriebsdruck erreicht ist. Die gespeicherte Druckluft wird dann über Schläuche an angeschlossene Werkzeuge oder Geräte weitergeleitet.
Im Bauwesen kommen hauptsächlich zwei Typen zum Einsatz: Kolbenkompressoren für kleinere Anwendungen und Schraubenkompressoren für den Dauerbetrieb auf Großbaustellen. Kolbenkompressoren verdichten die Luft durch einen hin- und hergehenden Kolben in einem Zylinder. Schraubenkompressoren arbeiten mit zwei ineinandergreifenden Rotoren, die die Luft kontinuierlich fördern und verdichten.
Moderne Baukompressoren sind häufig diesel- oder elektrisch angetrieben und auf Fahrgestellen montiert, um auf der Baustelle flexibel einsetzbar zu sein.
Anwendung
Kompressoren sind auf Baustellen vielseitig einsetzbar:
- Betrieb von Drucklufthämmern, Meißeln und Bohrhämmern für Abbruch- und Betonarbeiten
- Antrieb von Druckluftnaglern und -tackern im Holzbau und bei Dacharbeiten
- Reinigung von Oberflächen durch Abblasen von Staub und Schmutz
- Betrieb von Sandstrahlgeräten für die Oberflächenbearbeitung von Stahl und Beton
- Aufpumpen von Reifen an Baufahrzeugen und Förderung von Mörtel durch Leitungen
Bei der Auswahl eines Kompressors sind Liefermenge, Betriebsdruck und Geräuschpegel entscheidende Kriterien.
Verwandte Begriffe
- Stahl
- Beton
- Holz
- Dach
- Konstruktion
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