Beispiele für Kolonnaden in der Baukunst — von antiken Tempeln bis zu modernen öffentlichen Gebäuden.
Historische Beispiele
Kolonnaden gehören zu den ältesten architektonischen Gestaltungselementen. Die folgenden Bauwerke zeigen ihre Vielfalt:
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Parthenon, Athen (447 v. Chr.) — Der dorische Peripteros besitzt eine umlaufende Kolonnade aus 46 Säulen. Die Säulen stehen auf einem dreistufigen Unterbau und tragen das Gebälk mit Metopen und Triglyphen.
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Kolonnaden am Petersplatz, Rom (1656–1667) — Gian Lorenzo Bernini entwarf die doppelte Kolonnade mit 284 toskanischen Säulen in vier Reihen. Sie umfasst den ovalen Platz und symbolisiert die umarmenden Arme der Kirche.
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Altes Museum, Berlin (1830) — Karl Friedrich Schinkel schuf eine 87 Meter lange Kolonnade aus 18 ionischen Säulen. Die Vorhalle bildet einen öffentlichen Durchgang und verbindet den Lustgarten mit dem Museumsinneren.
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Stoa von Attalos, Athen (159 v. Chr.) — Eine zweistöckige Kolonnade mit dorischen Säulen im Erdgeschoss und ionischen im Obergeschoss, rekonstruiert in den 1950er-Jahren.
Moderne Beispiele
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Neue Nationalgalerie, Berlin (1968) — Mies van der Rohes Stahlstützen bilden eine zeitgenössische Kolonnade, die das flache Dach über einer verglasten Halle trägt.
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Museumsinsel Hombroich, Neuss (1987) — Schlanke Betonstützen erzeugen offene Kolonnaden als Übergang zwischen Natur und Ausstellungsräumen.
Anwendung
In der heutigen Architektur werden Kolonnaden eingesetzt, um öffentliche Plätze zu gliedern, Witterungsschutz zu bieten und repräsentative Eingangssituationen zu schaffen. Die Dimensionierung der Säulen richtet sich nach Material, Spannweite und gestalterischem Anspruch.
Verwandte Begriffe
- Säule
- Bogen
- Gewölbe
- Fassade
- Konstruktion
- Stahl
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