Was ist Klassizismus?

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Klassizismus ist eine Architekturströmung, die sich von der Baukunst der griechischen und römischen Antike inspirieren lässt, mit Betonung auf Symmetrie, Proportion, Säulen und klassischen Ornamenten. Der Stil entstand in der Renaissance (15. Jahrhundert) und erreichte seinen Höhepunkt im 17. und 18. Jahrhundert.

Merkmale

Klassizistische Architektur ist erkennbar an:

  • Symmetrie — streng symmetrische Fassaden und Grundrisse
  • Säulen und Pilaster — mit klassischen Kapitellen (dorisch, ionisch, korinthisch)
  • Giebel — dreieckige Giebelfelder über dem Eingang oder den Fenstern
  • Horizontale Gliederung — klare Trennung zwischen Sockelzone, Hauptgeschoss und Kranzgesims
  • Zurückhaltende Dekoration — verfeinert aber dezent

Perioden

  1. Renaissance (15.-16. Jh.) — Wiederentdeckung der klassischen Formensprache
  2. Barocker Klassizismus (17. Jh.) — monumental, wie Versailles
  3. Neoklassizismus (18.-19. Jh.) — strenge Rückkehr zu griechischen und römischen Formen
  4. Klassizismus in Norddeutschland — nüchterne Variante in Backstein und Naturstein

Anwendung

Klassizistische Bauwerke finden sich weltweit:

  • Paläste — Versailles, Schloss Sanssouci
  • Öffentliche Gebäude — Museen, Gerichtsgebäude, Universitäten
  • Villen und Herrenhäuser — repräsentative Wohngebäude
  • Kirchen — Kirchen mit Säulenportikus und Kuppel

Verwandte Begriffe

  • Baustil
  • Säule
  • Ordnung
  • Renaissance
  • Neoklassizismus

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