Was ist Kastenrinne?
Eine Kastenrinne ist eine Dachrinne mit einem rechteckigen, kastenförmigen Profil, die an der Stirnbrettverkleidung (Windfedern) montiert wird. Sie ist einer der am häufigsten verwendeten Dachrinnentypen und wird in der Regel aus Zink, Kupfer oder Blei gefertigt.
Anwendung
Die Kastenrinne verdankt ihren Namen dem charakteristischen Kastenprofil: ein rechteckiger Querschnitt mit flachem Boden und aufstehenden Rändern. Die Rinne wird mit Rinnenhaltern oder Rinneneisen am Stirnbrett befestigt. Der obere Teil der Rinne schließt an die unterste Reihe der Dachziegel oder Schiefer an, sodass das vom Dach abfließende Regenwasser direkt in der Rinne aufgefangen wird.
Bei der Installation einer Kastenrinne ist die korrekte Bestimmung des Gefälles entscheidend. Ein Gefälle von mindestens 5 Millimetern pro laufendem Meter sorgt dafür, dass das Wasser zuverlässig zum Ablaufpunkt fließt. Zu geringes Gefälle führt zu stehendem Wasser, was Korrosion und Undichtigkeiten verursachen kann.
Die Kastenrinne wird in Segmenten geliefert, die vor Ort miteinander verlötet (bei Zink) oder verschweißt werden. Die Nähte bilden einen empfindlichen Punkt und erfordern fachgerechte Ausführung. Bei Zink-Kastenrinnen ist die Verwendung einer Trennlage zwischen Zink und Holz wichtig, um elektrolytische Korrosion zu vermeiden.
Die Wartung einer Kastenrinne umfasst das regelmäßige Entfernen von Laub und Schmutz, die Kontrolle der Löt- oder Schweißnähte und die Inspektion der Rinnenhalter. Eine gut gewartete Zink-Kastenrinne hält durchschnittlich 30 bis 50 Jahre, bei Kupfer deutlich länger.
Verwandte Begriffe
- Stirnbrett
- Windfeder
- Rinnenhalter
- Gefälle
- Zinkarbeit
- Halbrundrinne
- Regenablauf
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