Eine Einlassung ist eine flache Vertiefung, die in Holz gefräst oder gestemmt wird, damit ein anderes Bauteil genau, bündig und passgenau darin sitzt. Es geht um das „Versenken” eines Teils in die Holzoberfläche, wobei die Tiefe der Vertiefung der eigentlichen Dicke des einzulassenden Teils entspricht.
Wo wird es angewendet?
Die Einlassung sorgt für einen sauberen, bündigen Anschluss, ohne dass Bauteile hervorstehen:
- Scharniere — bei Türen und Fenstern wird das Scharnierblatt in eine Einlassung versenkt, sodass es bündig mit dem Holz liegt und die Tür gut schließt
- Schlösser und Beschläge — Stulp- und Schließbleche werden bündig in Rahmen oder Tür eingelassen
- Treppenstufen — die Stufen werden in eine Vertiefung der Wange eingepasst für eine feste, bündige Verbindung
- Leitungen und Kabel — eine gefräste Nut, in der ein Kabel oder Rohr weggearbeitet wird
Wie stellt man eine Einlassung her?
Meist wird die Kontur angezeichnet und die Vertiefung mit Stemmeisen, Fräsmaschine oder Oberfräse auf die richtige Tiefe ausgearbeitet. Bei Scharnieren wird oft eine Schablone für ein exaktes, wiederholbares Maß verwendet.
Zu beachten
- Tiefe — die Einlassung muss genau so tief sein wie die Dicke des einzulassenden Teils; zu tief ergibt Spiel, zu flach lässt das Teil hervorstehen
- Passgenauigkeit — genau anzeichnen und die Ecken mit einem scharfen Stemmeisen sauber ausarbeiten
- Nicht zu viel Material entfernen — eine zu große Einlassung schwächt das Holz unnötig
Verwandte Begriffe
- Holzverbindung
- Falz
- Scharnier
- Fräsen
- Stemmeisen
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