Kalkteig ist Löschkalk in Form einer dicken, butterartigen Paste. Er entsteht, indem Branntkalk mit einem Überschuss an Wasser gelöscht wird und die Masse anschließend lange unter Wasser reift. Je länger der Kalkteig reift, desto feiner und geschmeidiger wird er. Er bildet die Grundlage für traditionellen Luftkalkmörtel und Kalkputz.
Reifen unter Wasser
Beim Herstellen von Kalkteig bleibt der Löschkalk unter einer Wasserschicht — mitunter Monate oder Jahre. Während dieser Reifung werden die Kalkteilchen immer feiner und gleichmäßiger. Ein gut gereifter Kalkteig ist cremig und leicht zu verarbeiten und ergibt einen Mörtel oder Putz mit besserer Haftung, Plastizität und weniger Schwindrissen. Das Lagern unter Wasser verhindert, dass der Kalk vorzeitig mit der Luft reagiert.
Anwendung
Kalkteig wird vor allem bei der Restaurierung und beim handwerklichen Putz- und Mauerwerk verwendet, wo man Wert auf einen weichen, dampfoffenen und flexiblen Mörtel legt. Der Verarbeiter mischt den Kalkteig mit Sand (und ggf. Wasser) zu Mauer- oder Putzmörtel.
Zu beachten
- Sorgfältig arbeiten und das Werk ruhig und geschützt trocknen lassen
- Luftkalk braucht Luft und Zeit zum Härten
Verwandte Begriffe
- Kalk
- Löschkalk
- Kalkmörtel
- Bindemittel
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