Kalk ist einer der ältesten Baustoffe: ein Bindemittel, das durch Brennen von Kalkstein im Kalkofen entsteht. Der gebrannte Stein (Branntkalk) wird danach mit Wasser gelöscht — zu Löschkalk. Kalk dient als Bindemittel in Mauer- und Putzmörtel sowie in Kalkschlämme. Er ist dampfoffen und flexibler als Zement und eignet sich daher besonders für alte und denkmalgeschützte Mauern.
Vom Kalkstein zum Bindemittel
Kalkstein (Calciumcarbonat) wird im Kalkofen auf etwa 900 Grad erhitzt. Dabei entsteht Branntkalk (Calciumoxid). Durch Löschen mit Wasser entsteht Löschkalk (Calciumhydroxid), die verarbeitbare Form. Es gibt zwei Haupttypen:
- Luftkalk — härtet langsam durch Aufnahme von Kohlendioxid aus der Luft (Karbonatisierung) und wird dabei wieder zu Kalkstein. Härtet nur bei Luftzutritt.
- Hydraulischer Kalk — enthält Stoffe, die den Kalk auch ohne Luft, sogar unter Wasser, härten lassen. Er ist etwas fester und härtet schneller.
Anwendung
Kalk ist bei der Restaurierung und beim Vermauern weicher, historischer Ziegel beliebt, gerade weil er weicher und dampfoffener als Zement ist.
Zu beachten
- Kalk nicht bei Frost verarbeiten und ruhig trocknen lassen
- Luftkalk braucht Zeit und Luft zum Härten
Verwandte Begriffe
- Löschkalk
- Kalkmörtel
- Bindemittel
- Mauern
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