Glaskorrosion ist die Schädigung einer Glasoberfläche durch langanhaltende Einwirkung von Wasser oder Feuchtigkeit. Obwohl Glas sehr dauerhaft erscheint, kann es unter Feuchteeinfluss chemisch angegriffen werden: Das Wasser laugt alkalische Bestandteile aus dem Glas, wodurch die Oberfläche matt, fleckig oder angeätzt wird.
Anwendung
Glaskorrosion tritt dort auf, wo Glas lange nass bleibt oder wo Kondenswasser nicht abtrocknen kann. Man denke an gestapelte Scheiben, die feucht gelagert wurden, an Glas, das lange aneinandergelegen hat, und an Außenverglasung, bei der Regenwasser stehen bleibt. Das Phänomen ist an einem weißen Schleier, regenbogenartigen Ringen oder einer rau anfühlenden Oberfläche zu erkennen.
Das Wissen über Glaskorrosion ist vor allem bei der Lagerung und dem Transport von Glas sowie bei der Wartung historischer Verglasung und Bleiglasfenster von Bedeutung.
Merkmale
Im Anfangsstadium sitzt die Schädigung nur als dünne Schicht auf der Oberfläche und ist manchmal noch zu reinigen. In einem späteren Stadium ist das Glas selbst angeätzt und der Schaden bleibend: Die Oberfläche wird unwiederbringlich matt. Vorbeugen ist daher das Wichtigste: Glas trocken lagern, mit Zwischenlagen (Papier oder Kork) stapeln und für gute Wasserableitung bei der Verglasung sorgen. Auch Glasurschichten können angegriffen werden, was Glaskorrosion mit der Verwitterung glasierter Baustoffe verwandt macht.
Verwandte Begriffe
- Glas
- Verglasung
- Bleiverglasung
- Kondensation
- Korrosion
- Wartung
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.