Harz ist ein zäher, klebriger Stoff. In natürlicher Form wird Harz von Nadelbäumen (Kiefer, Fichte, Lärche) an verletzten Rindenstellen abgesondert; es verschliesst die Wunde und schützt den Baum. Im Bau und in der Technik steht ‘Harz’ zudem für eine grosse Gruppe natürlicher und künstlicher Harze, die als Bindemittel verwendet werden.
Harz im Holz
- Harzgallen und Harztaschen — örtliche Ansammlungen in Nadelholz, die beim Sägen oder Streichen ‘durchbluten’ können
- Ausschwitzen — bei Wärme kann Harz aus Ästen austreten; deshalb werden Äste vor dem Streichen oft mit einem Astlack (Sperrgrund) isoliert
Kunstharze im Bau
Viele moderne Baustoffe basieren auf Harz:
- Epoxidharz — starker Klebstoff und Basis für Giessböden und Beschichtungen
- Polyesterharz — für Verbundwerkstoffe (Glasfaser) und Reparaturen
- Polyurethanharz — für Leime, Schäume und Injektionen
- Kunstharz in Farbe und Lack — als Bindemittel, das nach dem Aushärten eine zähe Schutzschicht bildet
Worauf achten
- Mischverhältnis — Zweikomponentenharze (Harz + Härter) müssen genau dosiert werden, sonst härten sie nicht richtig aus
- Verarbeitungszeit — nach dem Mischen gibt es eine begrenzte ‘Topfzeit’
- Belüftung und Haut — viele Harze sind reizend; mit Handschuhen und guter Belüftung arbeiten
Verwandte Begriffe
- Holz
- Leim
- Epoxidkleber
- Polyester
- Grundierung
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