GPR Gebäude ist ein Software-Instrument, mit dem die Nachhaltigkeit eines Wohn- oder Gebäudes in Noten von 1 bis 10 messbar gemacht wird. GPR stammt ursprünglich aus den Niederlanden (Gemeentelijke Praktijk Richtlijn). Es hilft Bauherren, Kommunen und Planern, Nachhaltigkeitsziele konkret und vergleichbar zu machen.
Wie funktioniert GPR?
In das Programm werden Daten zum Entwurf eingegeben, woraufhin das Gebäude in fünf Themen eine Note erhält:
- Energie — Energieverbrauch, Dämmung und Anlagentechnik
- Umwelt — Umweltbelastung der verwendeten Materialien
- Gesundheit — Raumklima, Licht, Schall und Lüftung
- Nutzungsqualität — Zugänglichkeit, Funktionalität und Sicherheit
- Zukunftswert — Anpassbarkeit und Flexibilität des Gebäudes
Eine höhere Note bedeutet ein nachhaltigeres, gesünderes und zukunftsfähigeres Gebäude. Höhere Ambitionen werden in höheren Punktzahlen sichtbar.
Anwendung
- Kommunen — legen mitunter eine Mindestnote als Bedingung bei Neubauprojekten fest
- Entwurfsphase — das Instrument hilft, Entscheidungen zu treffen und Varianten zu vergleichen
- Ausschreibungen — eine GPR-Note kann als Zuschlagskriterium dienen
Zu beachten
GPR ist ein Hilfsmittel, keine gesetzliche Pflicht. Das Ergebnis hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab.
Verwandte Begriffe
- Nachhaltiges Bauen
- Ökobilanz
- Energieausweis
- Passivhaus
- Bauordnung
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