Ein Gibbs-Gewände ist eine klassische Einfassung einer Tür oder eines Fensters, bei der die Umrahmung in regelmäßigen Abständen von kräftigen, hervorspringenden Blöcken unterbrochen wird. Das Motiv ist nach dem britischen Architekten James Gibbs benannt, der es im 18. Jahrhundert vielfach anwandte.
Anwendung
Das Gibbs-Gewände dient dazu, einen Eingang oder ein wichtiges Fenster zu betonen. Der Wechsel von glatter Umrahmung und schweren Blöcken verleiht der Öffnung einen robusten, plastischen Charakter. Oben wird die Einfassung häufig mit einem Schlussstein abgeschlossen, der etwas weiter hervortritt als die übrigen Blöcke.
Das Motiv ist kennzeichnend für den (palladianischen) Klassizismus und den Georgian-Stil und wurde später auch bei Herrenhäusern und öffentlichen Gebäuden verwendet. Die Blöcke werden aus Naturstein, verputztem Mauerwerk oder heute aus vorgefertigten Elementen ausgeführt.
Merkmale
Kennzeichnend ist die Rustika: Die Blöcke sind bewusst grob oder blockhaft gehalten und treten aus der Fassadenfläche hervor. Die rhythmische Unterbrechung der Umrahmung unterscheidet das Gibbs-Gewände von einer gewöhnlichen, glatten Türeinfassung. Da die Blöcke sowohl die senkrechten Pfosten als auch den Sturz begleiten, entsteht ein zusammenhängender Rahmen um die Öffnung.
Verwandte Begriffe
- Einfassung
- Schlussstein
- Klassizismus
- Rustika
- Georgian Style
- Kranzgesims
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