GFK steht für glasfaserverstärkten Kunststoff: einen Verbundwerkstoff aus einem Kunstharz (meist Polyester oder Epoxid), verstärkt mit Glasfasern. Das Harz bildet die Matrix, und die Glasfasern nehmen die Zugkräfte auf. So entsteht ein Werkstoff, der leicht und fest sowie unempfindlich gegen Rost und die meisten Formen der Korrosion ist. Im Niederländischen und international spricht man von GVK oder GRP.
Eigenschaften
- Leicht und fest — hohe Festigkeit im Verhältnis zum Gewicht
- Korrosionsbeständig — rostet nicht und widersteht vielen Chemikalien
- Formfrei — in nahezu jede Form gießbar oder laminierbar
- Wartungsarm — lange Lebensdauer mit wenig Unterhalt
- Nichtmagnetisch und elektrisch isolierend
Anwendung im Bau
GFK wird im Bauwesen vielfältig verwendet:
- Dacheindeckung und Lichtbänder — Wellplatten und lichtdurchlässige Platten
- Wasserbau — Roste, Laufstege, Geländer und Uferbefestigungen, die nicht rosten dürfen
- Rohre und Tanks — chemisch beständige Rohre und Lagerbehälter
- Bewehrung — GFK-Bewehrungsstäbe als rostfreie Alternative zu Betonstahl, etwa in aggressiven Umgebungen
- Fassadenelemente und Profile — leichte, wartungsarme Profile
Zu beachten ist, dass GFK bei der Verarbeitung Staub und Fasern freisetzt; Schleifen und Sägen erfordern gute Absaugung und persönliche Schutzausrüstung. Auch ist GFK schwerer zu recyceln als Metalle.
Verwandte Begriffe
- Verbundwerkstoff
- Polyester
- Epoxid
- Bewehrung
- Kunststoff
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