Was ist Floatland?
Floatland ist eine schwimmende, künstlich angelegte Insel oder ein Bauwerk, das nicht auf einem festen Fundament steht, sondern auf Auftriebskörpern an der Wasseroberfläche schwimmt und durch eine Verankerung an Ort und Stelle gehalten wird. Die Konstruktion folgt wechselnden Wasserständen und wird unter anderem für schwimmende Wohnhäuser, schwimmende Natur sowie zur Wasserrückhaltung und Klimaanpassung eingesetzt.
Aufbau
Ein Floatland besteht in der Regel aus drei Hauptbestandteilen:
- Auftriebskörper (Ponton): meist ein Betontrog (Betonponton) oder ein Körper aus expandiertem Polystyrol (EPS) mit druckfester Hülle. Der Auftrieb ergibt sich aus dem archimedischen Prinzip: Das verdrängte Wassergewicht muss dem Gesamtgewicht der Konstruktion entsprechen.
- Verankerung: Die schwimmende Einheit wird durch Dalben (Führungspfähle), Ketten oder eine Zugverankerung zum Gewässergrund fixiert, sodass sie horizontal stabil bleibt, sich vertikal aber mitbewegen kann.
- Aufbau: ein Wohnhaus, eine Terrasse, ein Gewächshaus oder eine bepflanzte Substratschicht für die Naturentwicklung.
Anwendung
Floatland kommt dort zum Einsatz, wo Bauland knapp ist oder Wasser bewusst eine Rolle spielt. Bei schwimmenden Quartieren entsteht Wohnraum, ohne Land aufzuschütten. Im städtischen Gewässer fördert schwimmende Natur die Biodiversität und Wasserqualität. Als Klimaschutzmaßnahme dient Floatland als flexibler Wasserspeicher bei Starkregen und als Alternative bei steigenden Wasserständen.
Eigenschaften
- Folgt dem Wasserstand und ist unempfindlich gegenüber Pegelschwankungen.
- Die Stabilität (Metazenterhöhe) ist entscheidend für den Entwurf.
- Leicht versetzbar und modular erweiterbar.
Verwandte Begriffe
- Schwimmendes Haus
- Betonponton
- Wasserrückhaltung
- Verankerung
- Klimaanpassung
- Auftrieb
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